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Hier nun der versprochene Ausstellungskalender:

Am  .. . .. .   2010      in der 

                                        Aussteller ist  

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                           K a t z e n a u s s t e l l u n g    ! ! !

          Zum Thema : Sinn   oder Unsinn von Katzenausstellungen 

Allgemeines

Wenn man das erste Mal als Besucher eine Katzenausstellung betritt, kommt einem alles doch ziemlich "spanisch" vor und man hat große Schwierigkeiten zu verstehen, was da überhaupt passiert und warum Aussteller ihre Tiere so "quälen" in dem sie sie den ganzen Tag in enge Käfige einsperren. Ich möchte Ihnen auf dieser Seite einen kleinen Einblick in den Sinn und Unsinn von Katzenausstellungen geben, wozu sie dienen und was da überhaupt passiert.

Zur Einleitung: Eine Katze, die sich auf einer Ausstellung übernervös oder so ängstlich zeigt, dass man sie nicht zum Richter tragen kann, hat auf einer Ausstellung definitiv nichts zu suchen. Sie sollte schön ruhig zu Hause bleiben und sich des Lebens freuen. Solch eine Katze wird eine Ausstellung mit Sicherheit in schlechter Erinnerung behalten und es ist weder für die Besitzer noch für die Besucher eine Freude. Verurteilen Sie es als Besucher auch bitte nicht, wenn Aussteller ihre Würfe oder Jungtiere auf Ausstellungen zeigen. Gerade die Jüngsten stecken eine Ausstellung sehr gut weg und fühlen sich wohl. Schon frühzeitig an Ausstellungen gewöhnt, werden diese auch als ältere Tiere pflegeleichte Ausstellungskatzen sein. 

 

Ablauf einer Ausstellung

Es gehört schon sehr viel Enthusiasmus dazu, in aller Herrgottsfrühe das kuschelige Bett (und dann noch am heiligen Wochenende!) zu verlassen, Katzen und diverse Ausstellungsgegenstände ins Auto zu laden und manchmal einige hundert Kilometer bei Wind und Wetter über Autobahnen zu jagen, um an der Wahl der schönsten Katze einer Ausstellung teilnehmen zu können.

An der Ausstellungshalle angekommen, heißt es erst einmal warten, bis man den bürokratischen Teil erledigt hat. Meldepapiere abholen, Kontrolle der Impfausweise, Tierarztkontrolle auf Gesundheitszustand und unerwünschte Untermieter, dann Aufsuchen des eigenen Käfigs. Dieser wird dann liebevoll - mehr oder weniger geschmackvoll - gestaltet, um den Katzen den Aufenthalt auf der Ausstellung so angenehm wie möglich zu gestalten.

Übrigens: die nachfolgenden Bilder wurden aufgenommen auf der Ausstellung des Berliner Edelkatzen Clubs e.V. am 02.06.02 in der Eissporthalle Hamburg-Farmsen.

 
  Da wird sich doch wohl kein Floh einschleichen wollen? Nein, natürlich nicht! Aber Kontrolle ist natürlich das A und O
Impfpass o.k, Katze darf passieren!  

Dann heißt es warten, warten, warten, bis endlich ein Steward, meistens Kinder oder Jugendliche, vorbeikommt und einen Zettel mit der Käfignummer auf den Käfig legt. Das ist der Moment, wo es ernst wird: Katze aus dem Käfig, letzte Kontrolle, ob sie auch perfekt aussieht, Nummer schnappen, ab zum Richter. Da wird die Katze dann von allen Seiten betrachtet und befühlt und auf das möglichst perfekte Einhalten des Standards gecheckt. Fällt diese Prüfung zur Zufriedenheit des Richters aus, wird der begehrte "Punkt" verliehen (mehr dazu weiter unten). Danach wieder ab in den Käfig und warten, warten, warten. Vielleicht findet der Richter die eigene - selbstverständlich sowieso die schönste - Katze auch so schön, dass er meint, sie wäre zu Höherem berufen, also vielleicht verleiht er ihr den Rassesieg oder nominiert sie für die "Best in Show". Was es damit auf sich hat, erkläre ich auch weiter unten ausführlicher.

 
  Eingehende Überprüfung der Katze auf Einhaltung des Rassestandards. Darüber gibt es natürlich einen schriftlichen Bericht.
Beim Richten eines Wurfes werden immer viele Hände benötigt!  

Irgendwann beginnt sie: die "Best in Show", die schönste Katze der Ausstellung wird gewählt. Ein spannender Moment, besonders, wenn dies öffentlich auf der Bühne passiert und man als Katzenbesitzer zitternd und Nägel kauend nur abwarten kann: Zeigt der Steward sie auch schön? Ist sie ganz brav? Sehen die Richter nicht, dass sie die absolut schönste ist? Was gibt es da noch lange zu überlegen?

 
  Gespannt wartet das Richterkollegium auf die nominierten Katzen. Jeder Richter mit einer blauen Schleife hat für diese Kategorie Tiere nominiert und darf die "Best in Show" werten.
  Die Stewards präsentieren dem Richterkollegium die nominierten Katzen
Hurrah, Best in Show!  

Tja, und dann, am Ende der Ausstellung, bekommt man seinen Richterbericht ausgehändigt, ist mehr oder weniger zufrieden - eher weniger, wenn die Katze nicht den erhofften (und leider auch von vielen Ausstellern auch erwarteten) Erfolg hatte - packt Katzen und Zubehör wieder ins Auto, düst wieder einige hundert Kilometer nach Hause zurück und fragt sich wieder einmal erneut, warum man nicht lieber Briefmarken sammelt oder Kakteen züchtet.

Warum nun aber Katzenausstellungen?

Zunächst einmal gibt es kaum eine Möglichkeit für einen Katzenliebhaber, sich über die Rassenvielfalt derart ausführlich zu informieren, wie auf einer Ausstellung. Wo sonst kann er so viele Rassen "live" erleben und sich mit den Züchtern ausführlich über die Rasse seiner Wahl unterhalten. Wenn Sie auf der Suche nach einer Rassekatze sind, haben Sie auch hier die Möglichkeit, eine Menge Züchter Ihrer bevorzugten Rasse anzutreffen, sich die Tiere des Züchters anzusehen, vielleicht sogar ein Katzenbaby auszusuchen, aber bitte auf keinen Fall gleich mitnehmen! Lesen Sie hierzu bitte auch über Katzenkauf. Die meisten Aussteller freuen sich sehr, wenn sie angesprochen werden und sind auch zu ausführlichen Erklärungen über ihre Rasse und die Haltung der Katzen bereit. Doch nicht nur wenn sie eine Katze suchen, sind Sie auf einer Ausstellung richtig, sondern auch, wenn Sie Ihr Heim schon mit einer (oder mehreren) Samtpfoten teilen: nirgendwo sonst können Sie sich über das neueste auf dem Sektor "Wie verwöhne ich meinen Stubentiger richtig" besser informieren als hier. Ein riesiges Angebot an Kratzbäumen, Kuschelhöhlen, Spielzeug und sonstigem Zubehör wartet darauf, getestet zu werden, neue Futtersorten werden vorgestellt und man kann gut und günstig einkaufen.

 

 

Geordnetes Chaos! Aus einer kahlen Eissporthalle wird eine liebevoll dekorierte Ausstellungshalle.

(Bild zum Vergrößern anklicken)

Zu welcher Katze raten Sie mir? 

Wie finde ich einen seriösen Züchter?

Ist der Aussteller X auch anwesend?

Wo ist das Klo?

Kompetente Hilfe bietet der Info-Stand

 

 

300 - 400 Katzen, dazu jede Menge Verkaufsstände. Ein hartes Pensum für die Besucher!

(Bild zum Vergrößern anklicken)

Der Aussteller jedoch geht natürlich aus einem anderen Grund auf die Ausstellung: Viele Vereine (so auch der Zuchtverein, dem wir angeschlossen sind) setzt die Bescheinigung der Zuchttauglichkeit durch eine "vorzüglich"-Bewertung der Katze in der offenen Klasse (ab 9 bzw. 10 Monate) voraus. Wir selbst haben unser Ziel höher gesetzt, die Katze soll mindestens den Titel "Champion" tragen, aber das ist Einstellungssache. Weiterhin ist es für einen Züchter eine sehr gute Gelegenheit, auch andere Züchter und deren Tiere kennen zu lernen und neue Kontakte zu knüpfen. Die Bewertung seiner Tiere durch einen bzw. mehrere Richter kann einem Züchter anzeigen, dass er sich züchterisch auf dem richtigen Weg befindet, seine Tiere also dem Rassestandard voll und ganz entsprechen. Manchmal ist man sich bei der Bestimmung der Farbe eines Jungtieres auch nicht ganz sicher, diese kann man dann auf einer Ausstellung durch Richter bestimmen lassen. Natürlich darf auch nicht ganz außer Acht gelassen werden, dass so eine Ausstellung dem Züchter auch als Werbeplattform für seinen Zwingernamen und seine Jungtiere dient.

Bitte an die Besucher:

1.    Fassen Sie keine Katzen auf Ausstellungen an, wenn der Besitzer der Katze es Ihnen nicht ausdrücklich genehmigt. Schnell sind eventuell vorhandene Krankheitserreger von einer Katze auf die andere übertragen. Wenn der Besitzer es Ihnen nicht erlaubt, seien Sie nicht traurig. Er möchte eben kein Risiko für seine Katzen eingehen, was auch verständlich ist. Sollten Sie dazu aufgefordert werden, sich von dem Anfassen (wenn es denn erlaubt wird) die Hände zu desinfizieren, so tun sie das auch. Das ist kein Misstrauen gegen Sie, sondern lediglich Gesundheitsvorsorge für die Katzen.

2. Wenn Sie mit Kindern auf Ausstellungen gehen, achten Sie bitte darauf, dass diese die Finger nicht durch die Käfige stecken oder gegen die Käfige schlagen. Die meisten Katzen - und auch deren Besitzer - mögen das gar nicht gern. (Das gilt übrigens auch für Erwachsene). Auch das Hochheben der Folien, die mit gutem Grund vor den Käfigen angebracht sind, ist nicht sonderlich gern gesehen. 

3. Wenn Sie sich für eine Katze näher interessieren, sprechen Sie die Besitzer an. Die meisten Aussteller werden mit Sicherheit zu einem ausführlichen Gespräch bereit sein und Ihnen auch die Katzen zeigen.

4. Auch wenn die Kleinen noch so niedlich sind: Kaufen Sie nie eine Katze direkt von der Ausstellung weg. Gerade Jungtiere sollten noch einmal die Möglichkeit haben, nach einer Ausstellung zurück in ihre gewohnte Umgebung zu kommen. Außerdem haben Spontankäufe schon so manchen gereut! (Weitere Infos zum Katzenkauf).

5, Aussteller, die mit einer Katze auf dem Arm (und meist noch sehr dekorativ mit einem Zettel im Mund) durch die Ausstellungshalle laufen, sind auf dem Weg zum Richten. Daher sind diese Aussteller im Moment mit Sicherheit nicht sehr gesprächig und absolut nicht erbaut davon, wenn die Katze jetzt auch noch angefasst wird (siehe Punkt 1), Wenn Sie das Richten interessiert, schauen Sie bitte aus gebührender Entfernung zu. Der Platz um die Richtertische herum ist meist eng genug und in dieser Situation ist es für alle Beteiligten auch etwas stressig.

 

Die Punktevergabe:

Für die Bewertung der Katzen werden die Tiere unterteilt in verschiedene Ausstellungsklassen. Das beginnt beim Wurf bzw. beim Kitten (12 Wochen bis sechs Monate), dann folgt die Jungtierklasse (6 bis 9 bzw. 10 Monate) und endet in der Erwachsenenklasse, die weiter unterteilt ist nach nicht kastrierten und kastrierten Tieren. Diese Gruppen sind weiterhin unterteilt nach ihren bislang erreichten Titeln. Weiterhin sind die Tiere unterteilt nach Rasse, Farbe und Geschlecht. In jeder Kategorie kann nur ein Tier den begehrten "Punkt" (Zertifikat) mit nach Hause nehmen, die anderen Tiere, die hier in Konkurrenz angetreten sind, bekommen dann z. B. ein "Vorzüglich 2", "Vorzüglich 3" usw., vielleicht aber auch nur ein "Sehr gut". Ich schildere nachfolgend, welche Punkte zum Erreichen eines bestimmten Titels führen. Nicht alle Vereine jedoch verlangen "Auslandspunkte". Durch Sammeln mehrerer Inlandspunkte kann man diese Titel auch erreichen. Ich persönlich halte jedoch nichts vom erreichten Titel "Großer Europa Champion", wenn dieser Titel im Umkreis von 80 km rund um den Heimatort erreicht wurde. 

Die Bewertungskriterien für die Katzen sind in sogenannten "Standards" festgelegt. Je höher der erstrebte Titel für eine Katze ist, umso näher muss sie dem Idealbild kommen. Die Höchstpunktzahl im festgelegten Rassestandard liegt bei jeweils 100 Punkten, die sich allerdings je nach Rasse unterschiedlich aufteilen. (Die Rassestandard-Punkte für die Norwegische Waldkatze finden Sie hier).

Eine Katze kann nach Erreichen eines bestimmten Titels nur in der nächst höheren Ausstellungsklasse gezeigt werden. Also ein Champion muss als nächstes um den Titel "CACIB" starten und darf nicht weiter um den Titel "CAC" antreten.

 

 
Ausstellungsklasse zu erreichendes Zertifikat (unkastriert/ kastriert) Voraussetzung zu erreichende Punktzahl erreichter Titel
Wurf/Kitten/Jungtier V1 keine - Altersbegrenzung   keiner - nur für die Ehre
offene Klasse CAC/CAP drei Bewertungen drei verschiedener Richter 93 Champion/Premior
Championklasse CACIB/CAPIB drei Bewertungen drei verschiedener Richter in zwei verschiedenen Ländern 95 Internat

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